Fortbildungstagung „Digitalisierung der Sozialen Arbeit“ I Rückblick

Die jährliche Fortbildungstagung der Medienfachberatung stand in diesem Jahr unter dem Thema "Digitalisierung der Sozialen Arbeit" und bot Raum für Input und Diskussion über die Rahmenbedingungen einer digitalen Jugendarbeit. In kleinen Arbeitsgruppen wurden die unterschiedlichsten Themenkomplexe dann vertieft. Die Fortbildungstagung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit.

„Nach Big Data Analytics und Smart Data kommt nun also auch noch Smart Youth Work. Bereits häufiger wurde Computern die Potenz zugesprochen, alles besser, genauer und intelligenter zu erledigen. Rückblickend kam es dann doch immer anders als vorhergesagt. Was ist also zu erwarten, wenn jetzt Smart Youth Work als ein Kernthema der Jugendpolitik gesetzt wird? Diese Idee begleitet verschiedene Felder der Jugendhilfe bereits seit vielen Jahren. Einschlägige Erfahrungen sprechen dafür, dass jugendaffine digitale Dienste tatsächlich niederschwellige Möglichkeiten der Ansprache und Kontaktaufnahme bieten. Für alle Felder der Sozialen Arbeit erwachsen daraus Chancen, aber auch Herausforderungen. Die Jugendarbeit muss die digitale Lebenswelt von Jugendlichen ernst nehmen und in ihre Angebote einbauen, um für Jugendliche auch in der Zukunft attraktiv zu sein.“ (Auszug aus dem Bewerbungsfolder)

Die Fachtagung 2018 fand am 12. April in der Ludwig-Erhardt-Berufsschule II in Fürth statt. Nach einem interessanten Input zum Thema „Digitalisierung der Sozialen Arbeit“ durch Niels Brüggen (Leiter der Abteilung Forschung des JFF-Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis www.jff.de) und einem Vortrag von Prof. Dr. Richard Reindl (Leiter der Studienwerkstatt Onlineberatung, TH Nürnberg) über die Entwicklung „Von der Telefonseelsorge zur Onlineberatung“ folgte in der Mittagspause ein angeregter Austausch unter den Teilnehmenden.

Anschließend konnten in zwei Durchläufen vier verschiedene Panels besucht werden. Bei „Social Media als Teil der Kommunikationsstrategie“ wurden detailliert auf die Nutzungsmöglichkeiten von Instagramm und WhatsApp eingegangen, das Panel „Digitale Jugendbeteiligung stellte Best-Practice-Methoden für die aktive Jugendarbeit vor, bei „Urheberrecht und kreatives Schaffen im Netz“ wurde ein Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Veröffentlichung von Bild und Ton im Netz gegeben und beim Panel „Tools für die Soziale Arbeit“ konnte sich kreativ und praktisch mit verschiedenen und neuen Formen der kreativen Medienarbeit mit Jugendlichen auseinandergesetzt werden.

Den Tagungsabschluss bildete die Präsentation der Ergebnisse und ein gemeinsames Resumee.


Veranstalter ist die Medienfachberatung für den Bezirk Mittelfranken in Zusammenarbeit mit dem Jugendmedienzentrum Connect, Fürth.

Tagungsmaterialien und Fotodokumentaion

Programm & Panels

09:00
Ankommen, Kaffee, Brezen

09:30 – 09:45
Begrüßung durchBertram Höfer
(Vorsitzender des Bezirksjugendrings Mittelfranken)
und Jutta Küppers (Abteilungsleitung Jugendarbeit Fürth)

09:45 – 10:45
Digitalisierung der Sozialen Arbeit
Dr. Niels Brüggen (Leiter der Abteilung Forschung des JFF – Institut
für Medienpädagogik)

10:45 – 11:45
Von der Telefonseelsorge zur Onlineberatung
Prof. Dr. Richard Reindl (Leiter der Studienwerkstatt Onlineberatung,
Akad. Leitung des Instituts für E-Beratung)

11:45 – 12:45
Mittagessen

12:45 – 14:15
Panel-Phase I (Panel 1-4)

14:30 – 16:00
Panel-Phase II (Panel 1-4)

16.00 – 16.45
Abschlussrunde

Panels

Panel 1
Social Media als Teil der Kommunikationsstrategie

Soziale Medien sind mittlerweile fester Bestandteil der täglichen Kommunikation. Doch wie funktioniert die Kommunikation über Social Media? Welche Plattform ist für welche Zielgruppe geeignet? Und wie erreiche ich diese? Neben diesen Fragen werden auch Tipps und Tricks verraten, wie man die sozialen Medien wirkungsvoll für die Kommunikation mit der entsprechenden Zielgruppe nutzen kann.
Stefanie Dietz, Dipl.-Germanistin / Journalistin

Panel 2
Digitale Jugendbeteiligung

Jugendliche sollen mehr an gesellschaftlichen Prozessen beteiligt werden. Damit das gelingt, bedarf es auch des Einsatzes digitaler Medien. Anhand verschiedener „Best
Practice“-Methoden gibt das Panel einen Überblick darüber, wie der Prozess der Jugendbeteiligung digital unterstützt werden kann.
Florian Seidel, Medienpädagoge

Panel 3
Urheberrecht und kreatives Schaffen im Netz

Das Netz bietet die Möglichkeit, Texte, Filme oder Grafiken zu veröffentlichen. Hierbei stellt sich häufig die Frage, was erlaubt ist und was man beachten muss. Etwa, wenn man Fotos oder Videos selbst anfertigt und ins Netz stellen will. Das Panel zeigt die urheberrechtlichen Rahmenbedingungen von Veröffentlichungen im Netz auf und bietet Raum für Nachfragen zu diesem Thema.
Henry Steinhau, Redakteur bei iRights.info

Panel 4
Tools für die Soziale Arbeit

Im beruflichen Alltag gibt es viel zu organisieren und mit Kollegen zu kommunizieren. Es müssen immer wieder gemeinschaftlich Konzepte entwickelt werden. Auch in der Arbeit
mit Jugendlichen gilt es Absprachen zu treffen, Abstimmungsprozesse zu gestalte oder gemeinschaftlich Entscheidungen zu treffen. Im Panel werden digitale Werkzeuge vorgestellt, die diese Prozesse unterstützen können. Auch das Ausprobieren kommt nicht zu kurz.
Sonja Breitwieser, Medienpädagogin

Eine Veranstaltung der Medienfachberatung für den Bezirk Mittelfranken in Zusammenarbeit mit dem Jugendmedienzentrum Connect.