Altersverfizierung von Internetseiten

Jenseits aller Diskussionen über Sinn oder Unsinn von Jugendschutzfiltern und der Novellierung des JMStV stellt sich die Frage, wie denn ein Alterslabel in eine Seite eingebunden werden kann. Hier kurz die technische Erklärung.

Screenshot Seite jugenschutzprogramm.de

Screenshot Seite jugenschutzprogramm.de

Seit dem 01.10.2016 gilt die Novellierung des Jugendmedienstaatsvertrages. Jenseits der Diskussion wie sinnvoll oder unvollkommen die Regelungen sind, oder Jugendschutzprogramme die Lösung sind, gibt es dort auch die Aufforderung seine Internetseiten mit einer Alterskennzeichnung zu versehen (zu labeln), damit Jugendschutzfilter die Seite sofort einordnen können.

Das Prinzip heißt: Jede/r der Inhalte im Netz veröffentlicht,  muss auch schauen, ob die Inhalte verschiedenen Altersgruppen gefährden könnten und sie bestenfalls kennzeichnen. Der Kennzeichnungspflicht kann man relativ einfach genügen. Hier kurz der technische Ablauf.

Erklärungen findet man unter www.jugendschutzprogramm.de oder www.age-label.com. „Jugenschutzprogramm“ ist derzeit auch die einzige deutsche Variante eines anerkannten Jugendschutzfilters. Aber die Kennzeichnung kann auch durch andere Programme ausgelesen werden.

Das Prinzip ist auf beiden Seiten gleich: In einem Auswahl-Formular gibt man seine URL an, gibt noch die Reichweite und die Altersgruppe (0, 6, 12, 16, 18 Jahre) ein und generiert mehrere Dateien, je nachdem, ob die Seite nur in Deutschland, in speziellen Ländern oder weltweit altersklassifiziert werden soll.

Die entsprechende Dateien stellt man via FTP einfach auf den Server, auf der die Seite liegt. Damit ist schon alles passiert.

Die Dateien werden von Jugendschutzprogrammen ausgelesen und so die Seite durch Jugendschutzprogramme gesperrt oder durchgelassen.

Nicht verpflichtend, aber auch möglich ist es noch ein Logo mit der Altersangabe auf die eigene Seite zu setzen. Dies macht die Alterskennzeichnung auch nach außen sichtbar. Eine „Falschlabelung“ ist erst mal nicht so dramatisch. Sollte es Anfragen geben, kann man diese anpassen, ohne Strafen oder Bußgelder zu befürchten.

Bei Fragen einfach mal bei der Medienfachberatung in der Nähe melden.