Miracast – Drahtlos Smartphonebildschirm übertragen

We cool wäre es denn, wenn Referenten und auch die Teilnehmer schnell und einfach ihren Bildschirm auf den Beamer übertragen könnten. Mit Miracast kaum ein Problem.

Wer kennt es nicht, die Teilnehmer produzieren mit Tablets oder Smartphones Bilder, Videos und mehr und jetzt soll in der großen Gruppe präsentiert werden. Aber wie kommen die Daten an den Beamer. Kabel und Adapter? Immer ein Risiko, hat doch jedes Smartphone einen anderen Ausgang, Kabelsalat ist vorprogrammiert, und Wackelkontakte sind tödlich. Hinzu sind Adapter noch sehr teuer.

Miracast heißt der offene Funkstandard, der nicht nur wie DLNA reine Mediendateien komprimiert und über ein vorhandenes W-LAN an den Projektor oder Bildschirm überträgt, sondern einfach den gesamten Bildschirminhalt übertragt. Dazu baut Miracast ein eigenes Netzwerk auf. Übertragen kann man sowohl ab Android 4.2 wie auch mit iOS Airplay.

Dazu brauche ich entweder einen Miracastfähigen Beamer oder Monitor, oder einen Miracast Stick, die es von 20 – 40 € zu kaufen gibt. Die Sticks brauchen immer eine Stromversorgung. Also entweder mit Netzteil kaufen, oder eine Powerbank anhängen, oder der Beamer oder Monitor bieten eine USB Schnittstelle, die auch Strom liefert.

Im Handy oder Tablet gilt es dann die passende Funktion zu finden, die je nach Modell und Betriebssystem „Screen Mirroring“ oder „Miracast“ oder anders heißt. Ist der Stick aktiv, sollte er dort auftauchen und kann verbunden werden. Das dauert ein bisschen, aber danach werden Bild und Ton übertragen. Bei mehreren Geräten muss man sich einigen, wer gerade „senden“ darf sonst kickt man sich gegenseitig raus. Ebenso muss man bei Tonübertragungen evtl. noch einen externen Lautsprecher an den Beamer anschließen, da auch das Tonsignal mit übertragen wird, und die Beamerlautsprecher oft nicht wirklich brauchbar sind.

Miracast ist eine kostengünstige Funktion, die man im Seminarbetrieb so schnell nicht missen will, zumal, wenn auch den Teilnehmern die Möglichkeit eröffnet werden soll ihre Bildschirminhalte zu präsentieren.

Anbei mal eine ausführliche Erklärung der Technik im YouTubekanal von Computer: Club2.