Zusatzausbildung mit Zertifikat

Medienpädagogischen Angebote sind in der Jugendarbeit unterrepräsentiert – sicher auch deshalb, weil die Mitarbeiter/innen der Kinder- und Jugendarbeit medienpädagogisches Basiswissen in Theorie und Praxis während ihrer Ausbildung in der Regel nicht erhalten haben.

Eine der Grundlagen von Jugendarbeit ist ihr Bezug zu den aktuellen Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen. Diese ist und wird immer mehr geprägt davon, dass Kinder und Jugendliche sehr viel Zeit in und mit den Medien verbringen, eine multimediale Nutzung ist so sehr Selbstverständlichkeit, dass man nicht mehr unterscheidet in virtuelle und reale Welt, sondern von virtueller Realität spricht. Die Medien sind gleichzeitig Kommunikationsraum, Freizeitraum, Gestaltungsraum und Bildungsraum.

 

Ziele

Das im Rahmen der Grundausbildung „Medienpädagogik erworbene Wissen soll Mitarbeiter/innen der Kinder- und Jugendarbeit befähigen:

  • Medienentwicklungen kritisch analysieren und die damit verbundenen technologischen, ästhetischen, rechtlichen und ökonomischen Grundlagen reflektieren zu können
  • die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihren Sinn und Einfluss für ihre Sozialisation einschätzen zu können medienpädagogische Konzepte für einen aktiven und handlungsorientierten Umgang mit Medien kennen zu lernen
  • technische, ästhetische und pädagogische Kompetenzen zu erwerben, um medienpädagogische Projekte im eigenen Arbeitsfeld anwenden und weiterentwickeln zu können Medienpädagogische Praxis in der Jugendarbeit

 

Rahmen

Die Zusatzausbildung umfasst:

  • vier Seminarmodule plus Abschlussmodul (insgesamt 15 Tage)
  • die Entwicklung und Durchführung eines medienpädagogischen Angebots
  • Dokumentation, Präsentation und Reflexion dieses Angebots

 

In dieser Zusatzausbildung werden die vier grundlegenden Funktionen der Neuen Medien als inhaltliche Ausgangspunkte genommen:

  • Jugendinformation („Man findet nur, was man sucht“)
  • Aktive Medienarbeit (Herstellung eines Video- und Audiobeitrags)
  • Kommunikation (sinnvolle Einsatzmöglichkeiten des web2.0 in der Jugendarbeit)
  • Spiel (PC-Spiele kennen und beurteilen, Spielerkulturen, Suchtpotential)

 

Die „Grundausbildung Medienpädagogik“ wird gemeinsam durchgeführt und verantwortet vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und dem Institut für Jugendarbeit unter Einbeziehung von Praxisreferenten/innen zu den einzelnen Themenfeldern.

Die Gesamtleitung liegt bei Günther Anfang (JFF) und Albert Fußmann (Institut für Jugendarbeit).